Push- und Pulldienste
Mit Push-Diensten Kundenzufriedenheit steigern
Push-Services sind die zeitgemäße Antwort auf die steigende Erwartungshaltung an die Qualität von Fahrgastinformation. Wenn ihr Zug in aller Regel pünktlich ist, schauen Pendler meist nicht extra nach, ob er auch diesmal planmäßig verkehrt. Viel praktischer ist es, wenn Reisende im Verspätungsfall automatisch aktiv informiert werden – selbst dann, wenn sie bereits unterwegs sind.
Wer hingegen noch zu Hause erfährt, dass sein Zug sich um 30 Minuten verspäten wird, kann sich bei der morgendlichen Zeitungslektüre noch Zeit lassen. Wer auf Gäste wartet, die am Bahnhof abgeholt werden müssen, hat noch Zeit, die Wohnung herzurichten. Wer bereits auf dem Weg zum Bahnhof ist, kann schnell noch ein paar Einkäufe erledigen. Und wer vor Reiseantritt am Gleis von der Verspätung weiß, kann sich für einen alternativen Verbindungsvorschlag entscheiden. All das funktioniert ohne aktives Zutun des Fahrgastes. Die Information samt Alternativverbindung wird direkt auf sein mobiles Gerät geleitet bzw. gepusht (englisch: to push - schieben, stoßen, drücken), ohne erst anfragen zu müssen.
Push-Dienste können dabei nicht nur Nachrichten per SMS oder E-Mail umfassen, sondern auch neue Kanäle: wie iPhone Push, RSS-Feed, MS Live Messenger oder Twitter. Über die verschiedenen Kommunikationskanäle informieren Verkehrsunternehmen ihre Fahrgäste immer dann, sobald die vom Kunden zur Überwachung ausgewählten Verbindungen beeinträchtigt werden.
Dazu gehören nicht nur Meldungen über Abfahrtsverspätungen am Abfahrtort, Ankunfts- und Abfahrtsverspätungen bei Umstiegen und verspätete Ankunft am Zielort. Auch unscharfe Meldungen, die über den HAFAS Information Manager (HIM) generiert werden, kann der Push-Dienst enthalten. Dies können zum Beispiel Sturm- oder Hochwasserwarnungen für eine bestimmte Region sein, die sich nicht in konkret bezifferbaren Verspätungen niederschlagen. Selbst Änderungen im Sollfahrplan während einer Fahrplanperiode – etwa wegen langfristigeren Baustellen, oder auch Veränderungen der Taktfrequenz – werden mit HAFAS intelligent aufbereitet und können so über Push-Dienste einfach kommuniziert werden.
HAFAS kann drei Arten von Fahrplaninformationen überwachen:
- Echtzeitinformationen (meist beginnend ein bis zwei Stunden vor der Abfahrt und kontinuierlich bis zur Abfahrt)
- unscharfe Informationen des HAFAS Information Managers HIM (von einer Stunde bis zu sieben Tagen vor Abfahrt, meist auch ein bis zwei Tage im Vorfeld bekannt)
- sowie Änderungen der Soll-Daten (einmal pro Woche oder pro Tag).
Indem sich Fahrgäste aktiv für vorgeschlagene Alternativen entscheiden können, bleiben sie im öffentlichen Verkehr flexibel. Auf diese Weise steigern Verkehrsunternehmen die Attraktivität von öffentlichen Verkehrsmitteln. Push-Dienste leisten somit langfristig einen Beitrag dazu, mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern und somit neue Zielgruppen zu erschließen.
Push-Dienste für Mitarbeiter
Push-Dienste unterstützen auch Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen bei ihrer täglichen Arbeit. Auf diese Weise sind Verkehrsunternehmen ihren Fahrgästen immer eine Information voraus. Sie können Aussagen qualifizierter treffen und damit besseren Service bieten. Der interne Informationsfluss im Unternehmen wird zudem optimiert. Sowohl Zugbegleiter auch Verkaufsstellenpersonal profitieren von RSS-Feeds mit scharfen Echtzeitinformation und unscharfen Meldungen auf HIM-Basis, entweder auf den PC oder auf das mobile Gerät.
Push-Dienste im Fahrzeug
Push-Dienste können auch genutzt werden, um Fahrzeuge zu bestücken: HIM-Meldungen werden zum Beispiel direkt in den Zug oder Bus geschickt und den Fahrgästen über einen Monitor während der Fahrt angezeigt. Auf diese Weise erfahren sie alles über Anschlussverbindungen an den nächsten Bahnhöfen.
Pull-Dienste
HAFAS-Pull versendet Fahrplaninformation in Form von einfachen Textnachrichten. Durch das Versenden einer Nachricht an den HAFAS-Online-Fahrplanserver erhalten Fahrgäste als Antwort umgehend die gewünschte Fahrplaninformation, direkt auf das mobile Gerät.
Wer mit seinem Handy nicht online gehen kann oder möchte, muss mit dieser kostengünstigen Alternative dennoch nicht auf Online-Fahrplanabfragen von unterwegs verzichten. Dies funktioniert mit jedem SMS-tauglichen Handy oder Organiser. In einer einfachen und kurzen Anfrage-Textnachricht an den HAFAS-Fahrplanserver formuliert der Fahrgast die gewünschte Art und Detaillierung der Information. Häufig verwendete Abfragen speichert er einfach und kann sie beliebig oft wiederverwenden, ohne die Abfrage wiederholt zu tätigen. Abkürzungen oder Code-Nummern für Bahnhöfe und Haltestellen helfen dabei, die notwendigen Angaben über die Handytastatur schnell und einfach einzugeben.

